Grundlagenkurs: Woraus besteht ein PC? Teil 1

PC
Computer von digitalart / freedigitalphotos.net

Wer einen PC reparieren oder selbst zusammenbauen will, muss genau wissen was drin ist und wie das Zusammenspiel der einzelnen PC-Komponenten läuft. Man muss zwar nicht alle technischen Details kennen. Aber man sollte sich so intensiv wie möglich damit auseinandersetzen, um zu wissen was man tut. Und das fängt schon bei der Wahl des PC-Gehäuses an.

PC-Gehäuse gibt es in verschiedenen Ausführungen. Zum einen gibt es verschiedene Gehäuse-Formate, von denen viele jedoch bereits vom Markt genommen wurden. Das verbreitetste Format ist ATX. BTX wurde mal als Nachfolger von ATX auf den Markt gebraucht, konnte sich aber mangels Akzeptanz nicht durchsetzen und wurde 2007 vom Markt genommen. Dafür kam 2007 DTX auf den Markt, welches Abwärtskompatibel zu ATX ist. Die DTX-Mainboards sind kleiner als die ATX-Mainboards. Aber auch DTX hat bis heute nur wenig Bedeutung auf dem Markt, was sich aber noch ändern könnte.

Neben den Formaten gibt es dann noch verschiedene Bauformen der Gehäuse. So gibt es als größtes Gehäuse im ATX-Format den Big-Tower. Der Big-Tower ist gedacht für den Einsatz als Server. Ein dafür passendes Mainboard ist das E-ATX Format. Damit kann man mehrere CPU’s betreiben und man hat reichlich Platz für viele Festplatten. Und man kann eventuell auch dann einen Big-Tower gut gebrauchen, wenn man viel am PC bastelt und gerne mal diverse Erweiterungskarten testen möchte. Theoretisch müsste man auch ein Standard-ATX-Mainboard in einem Big-Tower unterbringen können. Ich habe es selbst noch nicht getan, aber laut meinen Recherchen sind die Bohrungen der ATX-Boards immer an den selben Stellen und passen in alle Tower. Ebenso verhält es sich mit dem Stromanschluss am ATX-Netzteil. Und auch in diesem Forum wird das bestätigt. Man kann nur kein E-ATX Mainboard in einen Midi-Tower oder kleiner einbauen. Denn dazu ist dann das Gehäuse zu klein.

Für den Normalgebrauch hat sich der Midi-Tower mit dem ATX-Mainboard durchgesetzt. Man findet aber auch immer häufiger den Mini-Tower mit Micro-ATX Boards, der ca. 6 cm kleiner ist als der Midi-Tower. Viel Unterschied macht das nicht aus. Jedoch hat man im gewöhnlichen ATX-Format etwas mehr Steckplätze für Erweiterungskarten. Die sind sehr wichtig für Anwender, die gerne Top-Grafik und HiFi-Sound am PC haben möchten. Will man dagegen nur eine Art von Büro-PC, der nicht viel mehr können soll als Textverarbeitung und ab und zu mal ein Video abspielen, dann ist der Mini-Tower höchstwahrscheinlich ausreichend.

Wer es noch kompakter mag, wird vielleicht mit einem Gehäuse der Bauform Desktop glücklich. Die Desktop-Gehäuse sind liegend, im Gegensatz zu den stehenden Towern. Es gibt sie auch in verschiedenen Größen, also für ATX wie Micro-ATX. Der Nachteil dieser Gehäuse ist, das man für Gewöhnlich wenig Platz für Laufwerke hat. Auch der Einbau von High-End 3D-Grafikkarten ist nicht unbedingt ratsam, weil ein liegendes Gehäuse weniger Fläche für Luftschlitze hat und die Kühlung in einem solchen Gehäuse nicht immer die beste ist. Aber für einen Büro-PC und auch für einen Wohnzimmer-PC kann diese Bauform ideal sein.

Daneben gibt es dann noch das Mini-ITX Format mit einer Platinengröße von 17 × 17 cm. Wer wirklich nur wenig Platz hat, kann sich das ja mal überlegen. Auch für einen sehr unauffälligen Wohnzimmer-PC wäre dieses Format sicherlich sehr interessant. Allerdings sind hier die Möglichkeiten der Erweiterung sehr begrenzt.

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