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Grundlagenkurs: Woraus besteht ein PC? Teil 4

Hardware Komponenten
Hardware Komponenten von bplanet / freedigitalphotos.net

Im letzten Teil dieses Artikels geht es um die Laufwerke und Erweiterungskarten. Neben dem physikalischen Arbeitsspeicher benötigt ein PC noch ganz dringend einen Platz, um Daten dauerhaft zu speichern. Das ist notwendig für alle Daten, die man auch nach dem Ausschalten des PC’s benötigt. Dazu gehört das Betriebssystem, Computerprogramme wie Textverarbeitungsprogramme und Spiele und auch Dateien die Videos, Fotos und sonstige Dokumente enthalten. Das meiste speichert man auf der Festplatte. Also braucht unser PC unbedingt eine Festplatte. Es gibt nach wie vor die magnetischen Festplatten mit Kapazitäten von weit mehr als 1 TB. Diese sind am günstigsten und daher am besten geeignet, wenn man viele Daten speichern will. Das gilt auch für externe Festplatten für die Datensicherung. Und es gibt auch die neueren SSD-Festplatten, die noch etwas teuer sind, aber dafür erheblich schneller. Außerdem verbrauchen sie weniger Strom.

Für viele Daten, wie Computerspiele z.B. benötigt man noch ein CD/DVD-Laufwerk. Standard ist heute oft ein DVD-Brenner oder wenigstens ein DVD-Laufwerk. Über Sinn oder Unsinn der Brenner sollte man heutzutage gut nachdenken. Für die Datensicherung ist eine externe 1 TB Festplatte bei Preisen um die 50 bis 60 Euro wesentlich praktischer und günstiger als ein DVD-Brenner. Auch wenn es Brenner gibt die noch Preiswerter sind. Wenn man bedenkt, das für 1 TB Daten c.a. 220 DVD’s benötigt werden, da ist eine 1 TB Festplatte in jedem Fall preiswerter, denn die ganzen DVD’s kosten ja auch einiges. Und umweltschonender ist es vermutlich auch, wenn man den ganzen Kram irgendwann entsorgen muss.

Mit einem Blu-ray-Brenner sieht es schon ein wenig anders aus. Mit den Single-Layer BD’s bekäme man 1 TB auf 41 Discs. Noch weniger wäre es bei Medien mit Dual-Layer. Allerdings misstraue ich der Dual-Layer-Technik etwas, weil hier das Auslesen der Daten komplizierter, also fehleranfälliger wird. Hinzu kommt, das alle selbst gebrannten optischen Discs (CD/DVD/BD) sehr empfindlich sind. Einerseits kann falsche Lagerung sehr schnell dazu führen, das die Farbschicht, in der die Daten liegen, ausbleicht und dadurch die Disc nicht mehr lesbar ist. Andererseits können Kratzer das Auslesen erschweren oder unmöglich machen. Für eine langfristige und sichere Aufbewahrung von Daten ist diese Technik eher ungeeignet. Aber auch Festplatten muss man alle paar Jahre durch eine neue ersetzen. Wer sehr wertvolle Daten hat sichert daher lieber doppelt oder dreifach auf verschiedenen Medien.

Damit sind soweit die wichtigsten Bestandteile eines PC’s erklärt. Zubehör gibt es natürlich eine ganze Menge. Darum hier nur ein kleiner Einblick. Am häufigsten werden wohl nach wie vor Grafikkarten und Soundkarten als Erweiterungskarten gekauft und benutzt. Grafik und Sound wird heute zwar von den meisten Mainboards gleich mitgeliefert. Aber die Leistung ist nicht besonders gut. Wer gerne öfter mal aufwendige 3D-Spiele spielt, der braucht eine leistungsstarke Grafikkarte. Solche Karten kann man recht leicht in so ziemlich allen Technik-Läden bekommen, die eine Abteilung für PC’s haben. Gesteckt werden solche Karten aktuell nur noch in den PCI-Express-Slot. Dennoch gibt es verschiedene Versionen von PCIe. Einen Blick in das Handbuch vom Mainboard sollte man vor dem Kauf daher unbedingt werfen.

Ähnlich verhält sich das mit den Soundkarten. Man braucht sie für tolle Sound-Effekte in Computerspielen. Aber auch dann, wenn man den PC an die HiFi-Anlage anschließen will, um damit Musik in guter Klangqualität abzuspielen. Oder aber, wenn man mit dem PC Musik erzeugen oder aufnehmen will. Es gibt da sehr spezielle Soundkarten, an die man diverse MIDI-Geräte anschließen kann. Das wäre dann besonders für professionelle Musiker interessant.

Und darüber hinaus gibt es noch diverse andere Erweiterungskarten oder Adapterkarten. So kann man z.B. aus einem freien PCIe-Slot noch einen weiteren USB-Anschluss machen, oder hätten Sie lieber einen zusätzlichen externen SATA-Anschluss? Da gibt es so ziemlich alles mögliche.

Grundlagenkurs: Woraus besteht ein PC? Teil 2

Hat man sich für eine Bauform, ein Format und ein Gehäuse entschieden, so ist das nächstwichtige Teil eines PC’s die Hauptplatine, auch Mainboard oder Motherboard genannt. Und damit es beim Zusammenbau keine Probleme gibt, muss das Mainboard dem Format des Gehäuses entsprechen. Also für ein ATX-Gehäuse braucht man ein ATX-Mainboard. Ansonsten wird man Schwierigkeiten mit der Befestigung der Platine im Gehäuse haben.

Mainboard
Mainboard von wandee007 / freedigitalphotos.net

Was für ein Mainboard man nimmt hängt sehr davon ab, was der PC alles können soll. Wem eine eine einfache Netzwerkverbindung sowie die Grafik- und Soundlösung genügt, die meist bereits auf der Hauptplatine verbaut sind, und wer auch sonst keine Extras benötigt, wird mit einem preiswerten, kleineren Mainboard höchstwahrscheinlich schon zufrieden sein. Wer jedoch gerne besonders gute 3D-Grafik und Sound-Leistung will, braucht meistens ein Mainboard mit vielen Steckplätzen für zusätzliche Erweiterungskarten.

Nachdem feststeht was für ein Gehäuse und welches Mainboard die Grundlage des PC’s bilden sollen, ist als nächstes die Wahl der richtigen Stromversorgung dran. Dafür nimmt man ein Netzteil. Auch das Netzteil muss zum Format von Gehäuse und Mainboard passen. Denn nur die Anschlüsse eines ATX-Netzteils passen auch auf ein ATX-Mainboard. Allerdings passt nicht zwingend jedes ATX-Netzteil zu jedem ATX-Mainboard. Wichtig ist es, vorher genau zu planen, was man alles im PC verbauen will.

Netzteile für Computer
Netzteile von Iamnee / freedigitalphotos.net

Für einen einfachen PC ohne zusätzliche Grafikkarte und mit fast keinen Erweiterungskarten, sollte ein einfaches Netzteil mit ca. 400 bis 450 Watt Nennleistung ausreichen. Tatsächlich wird ein solcher PC nur ca. 85 bis 150 Watt verbrauchen. Jedoch können kurzfristige Maximalleistungen des gesamten Systems, gelegentlich auch mal etwas mehr benötigen. Darum ist es wichtig, lieber etwas zu viel Luft nach oben zu haben, als zu wenig.

Und für PC’s mit zusätzlichen Grafikkarten ist es wichtig ein großes Netzteil mit mind. 600 Watt oder aber bis 1.000 Watt Nennleistung einzubauen. Ansonsten kann es sein, das sich der PC gar nicht einschalten lässt, oder aber gelegentlich, bei hohen Belastungen plötzlich abschaltet oder neu startet. Solche großen Netzteile haben dann auch ein bis zwei zusätzliche Kabel für den Anschluss einer zusätzlichen Stromversorgung an der Grafikkarte. Einfache Grafikkarten benötigen diesen zusätzlichen Anschluss nicht. Aber wenn man eine Grafikkarte mit zusätzlichem Anschluss hat, dann braucht man auch ein Netzteil, das solche Anschlüsse hat. Nicht alle haben das.

Grundlagenkurs: Woraus besteht ein PC? Teil 1

PC
Computer von digitalart / freedigitalphotos.net

Wer einen PC reparieren oder selbst zusammenbauen will, muss genau wissen was drin ist und wie das Zusammenspiel der einzelnen PC-Komponenten läuft. Man muss zwar nicht alle technischen Details kennen. Aber man sollte sich so intensiv wie möglich damit auseinandersetzen, um zu wissen was man tut. Und das fängt schon bei der Wahl des PC-Gehäuses an.

PC-Gehäuse gibt es in verschiedenen Ausführungen. Zum einen gibt es verschiedene Gehäuse-Formate, von denen viele jedoch bereits vom Markt genommen wurden. Das verbreitetste Format ist ATX. BTX wurde mal als Nachfolger von ATX auf den Markt gebraucht, konnte sich aber mangels Akzeptanz nicht durchsetzen und wurde 2007 vom Markt genommen. Dafür kam 2007 DTX auf den Markt, welches Abwärtskompatibel zu ATX ist. Die DTX-Mainboards sind kleiner als die ATX-Mainboards. Aber auch DTX hat bis heute nur wenig Bedeutung auf dem Markt, was sich aber noch ändern könnte.

Neben den Formaten gibt es dann noch verschiedene Bauformen der Gehäuse. So gibt es als größtes Gehäuse im ATX-Format den Big-Tower. Der Big-Tower ist gedacht für den Einsatz als Server. Ein dafür passendes Mainboard ist das E-ATX Format. Damit kann man mehrere CPU’s betreiben und man hat reichlich Platz für viele Festplatten. Und man kann eventuell auch dann einen Big-Tower gut gebrauchen, wenn man viel am PC bastelt und gerne mal diverse Erweiterungskarten testen möchte. Theoretisch müsste man auch ein Standard-ATX-Mainboard in einem Big-Tower unterbringen können. Ich habe es selbst noch nicht getan, aber laut meinen Recherchen sind die Bohrungen der ATX-Boards immer an den selben Stellen und passen in alle Tower. Ebenso verhält es sich mit dem Stromanschluss am ATX-Netzteil. Und auch in diesem Forum wird das bestätigt. Man kann nur kein E-ATX Mainboard in einen Midi-Tower oder kleiner einbauen. Denn dazu ist dann das Gehäuse zu klein.

Für den Normalgebrauch hat sich der Midi-Tower mit dem ATX-Mainboard durchgesetzt. Man findet aber auch immer häufiger den Mini-Tower mit Micro-ATX Boards, der ca. 6 cm kleiner ist als der Midi-Tower. Viel Unterschied macht das nicht aus. Jedoch hat man im gewöhnlichen ATX-Format etwas mehr Steckplätze für Erweiterungskarten. Die sind sehr wichtig für Anwender, die gerne Top-Grafik und HiFi-Sound am PC haben möchten. Will man dagegen nur eine Art von Büro-PC, der nicht viel mehr können soll als Textverarbeitung und ab und zu mal ein Video abspielen, dann ist der Mini-Tower höchstwahrscheinlich ausreichend.

Wer es noch kompakter mag, wird vielleicht mit einem Gehäuse der Bauform Desktop glücklich. Die Desktop-Gehäuse sind liegend, im Gegensatz zu den stehenden Towern. Es gibt sie auch in verschiedenen Größen, also für ATX wie Micro-ATX. Der Nachteil dieser Gehäuse ist, das man für Gewöhnlich wenig Platz für Laufwerke hat. Auch der Einbau von High-End 3D-Grafikkarten ist nicht unbedingt ratsam, weil ein liegendes Gehäuse weniger Fläche für Luftschlitze hat und die Kühlung in einem solchen Gehäuse nicht immer die beste ist. Aber für einen Büro-PC und auch für einen Wohnzimmer-PC kann diese Bauform ideal sein.

Daneben gibt es dann noch das Mini-ITX Format mit einer Platinengröße von 17 × 17 cm. Wer wirklich nur wenig Platz hat, kann sich das ja mal überlegen. Auch für einen sehr unauffälligen Wohnzimmer-PC wäre dieses Format sicherlich sehr interessant. Allerdings sind hier die Möglichkeiten der Erweiterung sehr begrenzt.